Sommerwanderung

Manchmal gehen wir zusammen wandern, organisieren einen Filmabend oder fahren ins brandenburgische Linum, um den beeindruckenden Zug der Kraniche dort im Herbst anzuschauen.

Hier mal als Beispiel ein kleiner Bericht:

Am Ende der Jakobsweg

Was soll man machen, wenn der Wetterbericht Regen vorher sagt? Auf unserem Ausflug am 5. August haben wir kurzfristig die Richtung geändert und sind in die Märkische Schweiz gefahren. Nach einer gemeinsamen Morgenrezitation fuhren wir nach Buckow und  gingen von dort aus eine Runde von zehn Kilometern durch den Wald, Hügel hinauf, Lichtungen hinunter, picknickten bei weiter Aussicht, tauschten uns aus über Gott, die Welt, den Buddha und alles andere, fühlten barfuß, sprangen in den großen Tornowsee, teilweise nackt, kletterten über umgestürzte Bäume durch den schluchtartigen “Poetensteig”, vereinzelten uns an einem Bachlauf, wo wir eine Schweigemeditation einlegten und in Resonanz traten mit dem, was die Natur uns anbot. Fische und Wind, Bachrauschen und grüne Zweige. Ein schöner, tiefer Moment. Mücken dabei.

Zurück in Buckow lungerten wir im Park herum, erkundeten die Backkünste eines Cafés, und weil die Sonne ganz unerwartet hervorkam, machten wir noch einen Abstecher zur Pyramide des Friedrich Wilhelm Carl Graf von Schmettau. Der Mann lebte von 1743 bis 1806, war Gelehrter und Offizier und schuf unter anderem eine Pyramide, die ursprünglich als sein Grabmal dienen sollte. Sie verfiel und wurde vor einiger Zeit von Garzauer Bürgerinnen und Bürgern mit großem Engagement wieder aufgebaut. Man darf nicht hochklettern, aber wir haben es getan – tolle Aussicht. Und eine gemeinsame Rezitation dort oben.

Wieder unten fanden wir hinter der Pyramide einen Teil des Jakobsweges – darauf weist das Symbol auf der Holzstele hin. Erschöpft und glücklich zurück nach Berlin, Pläne vom Landleben schmiedend – danke an alle, die dabei waren!