Veranstaltungen 2012

 

VERSAMMLUNGEN UND VERANSTALTUNGEN 2012

DEZEMBER 2012:  Fiel genau auf Heiligabend 🙂

NOVEMBER 2012: “Seelische Wunden und Spiritualität – eine heikle Allianz”
Es passiert gar nicht so selten, dass Menschen eine buddhistische oder anderweitig spirituelle Ausübung dazu verwenden, ihre seelischen Wunden zu verfestigen, anstatt sie zu heilen und aufzulösen. Wie kommt es dazu? Wie sähen gute Umgangsweisen mit seelischen Wunden aus, wenn man sich um spirituelle Öffnung bemüht? Darüber sprachen wir . Der kurze Text, der unserer Vorbereitung diente, liegt unter “Studientexte”.

Wenn wir das Gefühl unserer eigenen Wichtigkeit abbauen,
dann verlieren wir nichts anderes als einen Parasiten,
der unseren Geist schon seit langem befallen hat.
Das, was wir dadurch gewinnen, nennt man Freiheit,
Öffnung des Geistes, Spontaneität, Einfachheit, Nächstenliebe
und viele andere Eigenschaften, die dem Glück innewohnen.
Matthieu Ricard, buddhistischer Mönch in tibetischer Tradition, Buchautor

 

OKTOBER 2012: “Warum meditieren?”
Ausgehend von einem Text des Theravada-buddhistischen Meditationslehrers Jack Kornfield hatten wir einen Austausch über Selbstbegegnung, Selbststärkung, Selbstauflösung in der Meditation. Auch spazierengehen, Natur erleben, im berühmten “Flow” malen und schreiben, Verbundenheit mit anderen spüren und den Geist weiten – alles das war Thema.

Es gibt kein gutes oder schlechtes Meditieren.
Es gibt nur das Gewahrsein
oder den Mangel an Gewahrsein dafür,
was in unserem Leben vor sich geht.
Charlotte Joko Beck, Einfach Zen

 

SEPTEMBER 2012: “Buddhismus – der mittlere Weg”
Der Buddhismus wird oft als “Weg der Mitte” bezeichnet. Über diese Aspekte sprachen wir: Wie kommt es zu diesem Begriff und was ist im Buddhismus ursprünglich damit gemeint? Ein altes Sprichwort vertritt dem gegenüber eine ganz andere Haltung: “In Gefahr und großer Not bringt der Mittelweg den Tod.” Hier sieht der Mittelweg blass aus, unentschieden und zahnlos. Wie gehen wir persönlich um mit dem Thema “Extreme meiden” – ist das wichtig für uns? Oder eher abschreckend? Lassen sich Extreme überhaupt vermeiden und wäre das wünschenswert? Wie lässt sich ein “Weg der Mitte” gehen, ohne lauwarm zu leben und zu praktizieren?

Der mittlere Weg ist ein Weg,
der nicht auf einer Abscheu vor der Welt
noch auf Anhaften beruht,
sondern auf Offenheit und Mitgefühl.
Der mittlere Weg liegt im Zentrum aller Dinge,
es ist der Ort schlechthin in der Mitte der Welt.
Jack Kornfield, Theravada-Lehrer

 

AUGUST 2012: “Intuition”
Innere Gewissheit, Bauchgefühl, Ahnung, plötzliches Wissen – woher kommt so etwas? Wie verlässlich sind solche Phänomene? Kann man der Intuition auf die Sprünge helfen, zum Beispiel durch Formen der Meditation oder indem man die Wahrnehmungsfähigkeit schult? Welche Erfahrung haben wir persönlich mit Intuitionen gemacht? Wir sahen einen Filmbeitrag des Bayerischen Rundfunks in Auszügen und tauschten uns über unsere Gedanken und Erfahrungen aus.

Der Verstand spielt auf dem Weg der Entdeckung
nur eine untergeordnete Rolle.
Es findet ein Sprung im Bewusstsein statt,
nennen Sie es Intuition oder was Sie wollen,
und die Lösung kommt zu Ihnen
und Sie wissen nicht wie und warum.
Albert Einstein

 

AUGUST 2012: Ausflug in die Märkische Schweiz (hier ein Bericht)

 

JULI 2012: “Warum praktiziere ich? Ziele und Horizonte der buddhistischen/spirituellen Ausübung.”
Freier Austausch über diese Fragen: Warum praktiziert ihr? Was sucht ihr, wenn ihr euch hinsetzt und meditiert oder rezitiert? Ruhe? Gelassenheit? Dynamik? Lebenskraft? Haben sich die Ziele und Horizonte eurer spirituellen Praxis mit der Zeit geändert? Könnt ihr etwas anfangen mit dem Begriff “Erleuchtung” – spielt der eine wichtige Rolle für euch? Oder eher nicht? Und ein anderer wichtiger Aspekt: Habt ihr Zeiten, in denen ihr gar nicht genau wisst, warum ihr eigentlich praktizieren möchtet oder solltet? Wie geht ihr damit um? Und wie mit den vielen alternativen Möglichkeiten, spirituell unterwegs zu sein? Verwirrt oder beißt sich das mit dem Buddhismus? Oder empfindet ihr es als  sinnvolle Ergänzung?

Am Ende geht einer doch immer dahin, wohin es ihn zieht.
Antoine de Saint-Exupéry

 

JUNI 2012: “Alleinsein und Miteinander – Wie gestalten wir menschliche Beziehungen?”
In anderen Menschen sind wir mit dem gesamten Spektrum unserer Gefühle konfrontiert. Andere Menschen können eine Kraftquelle sein oder an unseren Kräften zehren. In der Zuneigung erleben wir rosarote Seligkeit, tiefe Liebe, Sicherheit. In der Abneigung schüren wir Verachtung, Mobbing, kleine oder große Kriege. Freundschaften, menschliche Beziehungen also, seien ein wesentlicher Aspekt der spirituellen Praxis, lehrte Shakyamuni Buddha – ja, er sprach sogar davon, sie seien “der ganze spirituelle Weg.” Warum lehrte er das? Was könnte es bedeuten, “buddhistisch” mit menschlichen Beziehungen umzugehen? Und inwiefern geht der Umgang mit anderen Menschen über die Psychologie hinaus in den Bereich der Spiritualität – können die Beziehungen zu anderen uns helfen, die Grenzen des Ich zu überschreiten und in die Verwirklichung des “All-Ein”, der Transzendenz, der Buddhanatur einzutreten?

Die gesamte spirituelle Praxis ist eine Sache der Beziehungen:
der Beziehung zu uns selbst,
der Beziehung zu anderen,
der Beziehung zu den Situationen des Lebens.
JACK KORNFIELD, Vipassana-Lehrer

 

MAI 2012:  “Wandel, Wachstum, Widerstände”
Auf der Versammlung ging es um das Thema spirituelles Wachstum – und um die Frage, welche inneren Kräfte sich uns dabei in den Weg stellen und wie wir damit umgehen können. Wichtige Quelle waren persönliche Erfahrungen und das Buch “Schatten auf dem Pfad. Wie uns die Suche nach Erleuchtung hinters Licht führen kann” von Abdi Assadi, erschienen im Theseus Verlag.

Freiheit ist ein Zustand des Geistes –
nicht die Freiheit von etwas,
sondern das Gefühl der Freiheit –
so intensiv und kraftvoll,
dass sie jede Art von Abhängigkeit
von sich wirft.
Krishnamurti

 

APRIL 2012: “Achtsamkeit – die Tiefe des Moments”
Achtsamkeit gehört in den meisten buddhistischen Schulen zu den Schlüsselbegriffen der Lehre, aber auch der Praxis. Warum ist das so? Was soll und kann Achtsamkeit bewirken? Wohin soll oder kann sie sich richten? Was ist so bedeutsam an diesem einen Moment? Und was könnte man verstehen unter der “Tiefe des Moments”, von der zum Beispiel Eckhart Tolle viel spricht. Darüber tauschten wir uns aus.

Die größten Ereignisse –
das sind nicht unsere lautesten,
sondern unsere stillsten Stunden.
Friedrich Nietzsche

 

MÄRZ 2012: “Körper haben, Leib sein – im Kontakt zur eigenen Natur”
Wie versteht der Buddhismus die Körperlichkeit und überhaupt die “Materialität” des Lebens? Wie wird “Geist” im Verhältnis zu “Materie” gesehen? Mit einem Wort: Welche “Philosophie des Geistes” vertritt der Buddhismus? Wir erweiterten das Thema hin zum Konkreten: Die enge Verbindung Psyche/Körper zum Beispiel in Krankheit und Gesundheit. Der Körper als Quelle der Freude und auch als “Tor” zur Erleuchtung.

Mein Lager ist schmal, ich strecke mich wohlig aus,
meine Gewänder sind dünn, aber mein Körper ist warm.
Ich habe wenig zu essen, aber ich bin satt.
Milarepa (1040-1123), gilt als einer der größten tantrischen Meister und Dichter Tibets

 

FEBRUAR 2012: “Der innere Meister, die innere Meisterin – Spiritualität aus eigener Weisheit”
Der Buddhismus, vor allem in der Mahayana-Ausprägung, betont das Lernen von einem Guru, einem Meister, einer Meisterin. Dafür gibt es gute Gründe. Das war Thema: Welche Aufgabe hat ein Meister, eine Meisterin in Form eines anderen Menschen? Die östlichen Guru-Ideen kollidieren jedoch, auch wieder aus guten Gründen, mit westlichen Vorstellungen von Freiheit, Autonomie, Selbstbestimmung. Das macht die Idee eines  “inneren Meisters”, einer “innere Meisterin” attraktiv. Was aber ist das? Und wie lässt sich entscheiden, ob Vorgänge im eigenen Herzen aus der Weisheit kommen – oder aus den karmischen Verstrickungen da drinnen?

Der Schüler fragte den Meister:
“Was ist der tiefste Sinn des Buddhismus?”
Der Meister verneigte sich tief vor seinem Schüler.
Aus dem Zen-Buddhismus

 

JANUAR 2012: “Hon’in myo – Neubeginn”
Bedeutet uns der Jahreswechsel etwas? Wie stehen wir zum Thema persönlicher Neubeginn? Was möchten wir tendenziell verabschieden, was mehr in unser Leben holen? Wie sieht der Buddhismus unsere Fähigkeiten zum Neubeginn? Welche Quellen können unsere Frische und Anfänger/innen-Kraft öffnen?

Der Anfang ist immer. Alles ist Anfang. Daher macht der Anfang uns vom Bisherigen frei, auch von der Sorge, auch von der Zukunft, denn auch sie hat gerade erst begonnen. Der Anfang eröffnet das Neue, das Nächste. Er hält alles in Gang. Er hört auch nicht auf, denn der Anfang ist ewig. Alles Ewige ist ewiger Anfang.
Der Anfang hält alles in Schwung, weil er immer neu ist. Daher ist die Freude immer ein Anfang – und auch die Liebe. Nur als ewiger Anfang ist auch die Liebe ewig. Also, fangen wir an.
Bert Hellinger, Erfülltes Dasein

 

PRAXIS-ABENDE 2012
Seit April 2012 gibt es wöchentlich einen Praxis-Abend – eineinhalb Stunden Rezitation, geführte stille Meditation, ab Mai auch mit einem kurzen Impuls-Vortrag als Einführung in Grundbegriffe des Buddhismus oder ein anderes spirituelles Thema. Einige der Themen in 2012:

  • Intuition – innere Gewissheit
  • Mitgefühl – Leid nehmen, Freude geben
  • Vertrauensvolle Öffnung – eine Zutat der Meditation
  • Hindernisse – Schwierigkeiten im Inneren und Äußeren umarmen und in Wachstum verwandeln
  • Die Welt des Ärgers – Arroganz und Überheblichkeit spüren und transformieren
  • Esho funi – die Einheit von Selbst und Umgebung
  • Myo – öffnen, wiederbeleben, vollkommen ausgestattet sein