Zitate

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Nirvana ist hier, vor unseren Augen.
Hakuin, japanischer Zen-Meister und -Reformator

 

Dies ist das Glück des Nomaden: Wer unterwegs ist, der verwurzelt sich mit jedem neuen Schritt. Er hat seinen Platz immer dort, wo er sich gerade befindet. Er frischt die Liebe auf, indem er sich bewegt.
Drukpa Rinpoche

 

Jage die Welt – und sie entflieht.
Um die Welt zu verstehen, musst du die Welt aufgeben.
Warte in friedvoller Leere, und sie offenbart sich.
Aus dem Buch: “Das Tao des Seins” von Ray Grigg

 

So wie alle Wasser in den großen Meeren nur einen einzigen gemeinsamen Geschmack haben – den Geschmack von Salz -, so haben auch alle wahrhaftigen Lehren nur einen einzigen Geschmack – den Geschmack von Freiheit.
Buddha Shakyamuni

 

Wenn wir versuchen, unsere Gefühle ins Herz zu schließen, bevor wie sie körperlich und emotional gewürdigt haben, laufen wir Gefahr, uns zu betrügen. Anstatt Frieden, Freude und Liebe haben wir «Friede, Freude, Eierkuchen»: eine Scheintransformation.
Safi Nidiaye, Das Tao des Herzens

 

Achte nicht auf die Zeit
und nicht auf Recht haben und Unrecht haben.
Schreite ins Reich des Unbegrenzten
und nimm deine Ruhstatt darin.
Zhuangzi, auch Dschuang Dsi oder Tschuang-tse,
chinesischer Dichter und Philosoph (ca. 365 bis 290 v.u.Z.)

 

‘Gerade zum Ziel führend’ lautet der Name dieses Pfades. ‘Freiheit von Furcht’ heißt das Land, wohin er führt. Der Streitwagen für diese Fahrt ist der ‘Stille Läufer’, mit den wohlgefügten Rädern des ernsthaften Bemühens. ‘Bewusstheit’ ist das Stützbrett auf dem Wagen und ‘Achtgeben’ das Schutzgewand für den Fahrenden. Was zum Heilsziel hinfährt, heißt der Innere Weg. ‘Treffliche Sichtweisen’ sind die Zugpferde. Sei es eine Frau, sei es ein Mann: Wer auch immer mit diesem Streitwagen fährt, wird damit in die Gegenwart des vollkommenen Erwachens gelangen.
Buddha Shakyamuni, aus dem Pali-Kanon

 

‘Wir üben Zazen (stilles Sitzen) mit dem Ziel, Satori (Erleuchtung) zu haben, nicht wahr?’ Dummes Zeug! Willst du selbst für Zazen noch Trinkgeld haben? Wenigstens Zazen solltest du einfach und umsonst tun. Wenn man mich fragt, wofür Zazen gut ist, sage ich, dass es gut für nichts ist. Und dann heißt es: ‘Wenn es gut für nichts ist, lass ich es lieber bleiben!’ Die Frage ist, was ist überhaupt gut für irgend etwas?
Kodo Sawaki, japanischer Zen-Lehrer

 

Es gibt kein gutes oder schlechtes Meditieren; es gibt nur das Gewahrsein oder den Mangel an Gewahrsein dafür, was in unserem Leben vor sich geht.
Charlotte Joko Beck, Einfach Zen

 

Mitgefühl ist die Antwort des Herzens auf den Schmerz.
Wir haben Anteil an der Schönheit des Lebens
und am Ozean der Tränen.
Das Leiden am Leben ist Teil unseres Herzens
sowie Teil dessen, was uns miteinander verbindet.
Es trägt eine Zärtlichkeit in sich,
ein Mitgefühl und ein Wohlwollen,
das alle Dinge umfängt
und jedes Wesen berühren kann.
Jack Kornfield, Theravada-Lehrer

 

Ein Wanderer bist Du. Nicht Welten durchwanderst Du, nicht Wege auf diesem Planeten, auch nicht verschiedene Leben; Landschaften Deiner Seele sind es, die Du durchwanderst. Deine Seele ist ein Universum; geheimnisvoll und sich selber
unbekannt. Deine Seele durchwandert sich selbst, und während sie sich erlebt und erforscht, offenbart sie sich; und während sie sich offenbart, verwirklicht sie sich; und während sie sich verwirklicht, erweckt sie sich. Das ist die Reise Deines Lebens.
Safi Nidiaye

 

Ein Tal, ein Berghang, ein Gehölz. Rühre nichts an, keinen Stein, hörst du! Zerstöre nichts, keinen Grashalm, keinen Baum. Lass die Sandkörner an ihrem Platz und die Berge. Alles hat seinen Geist. Was willst du verändern, was könntest du besser machen? Ganz von selbst erhebt sich Abendwind und schließt die Blüten.
Autor/in unbekannt

 

Am Ende geht einer doch immer dahin, wohin es ihn zieht.
Antoine de Saint-Exupéry

 

Der Mensch ist das Wesen, das immer entscheidet. Und was entscheidet es? Was es im nächsten Augenblick sein wird.
Viktor Frankl, österreichischer Neurologe und Psychiater, 1905-1997

 

Was für den Vogel die Kraft der Schwingen, das ist für den Menschen die Freundschaft; sie erhebt ihn über den Staub der Erde.
Zenta Maurina, lettische Schriftstellerin (1897-1978)

 

Nutze die Talente, die Du hast. Die Wälder wären sehr still, wenn nur die begabtesten Vögel sängen.
Henry van Dyke, US-amerikanischer Schriftsteller (1852 – 1933)

 

Die gesamte spirituelle Praxis ist eine Sache der Beziehungen: der Beziehung zu uns selbst, der Beziehung zu anderen, der Beziehung zu den Situationen des Lebens.
Jack Kornfield, Buddhistischer Lehrer aus der Theravada-Tradition

 

Glaube ist der Vogel, der singt, wenn die Nacht noch dunkel ist.
Rabindranath Tagore, indischer Dichter und Philosoph (1861 – 1941)

 

Das Leben muss im Fluss erfasst werden.
Wer es aufhält, um es zu untersuchen, tötet es.
Daisetz Teitaro Suzuki, Zen-Meister

 

Die gefährlichste aller Weltanschauungen
ist die Weltanschauung der Leute,
welche die Welt nie angeschaut haben.
Alexander von Humboldt

 

In Wirklichkeit also hängen alle Wesen und Erscheinungen, jedes Atom, jedes Energiequantum, voneinander ab und entstehen in gegenseitiger Abhängigkeit. Nicht die Substanz ist der Ursprung der Welt, sondern die Beziehung.
Daisetz Teitaro Suzuki

 

Die Blumen des Frühlings sind die Träume des Winters.
Khalil Gibran

 

Wir leben in der Wahrheit wie die Fische im Wasser. Deshalb ist unser tägliches Leben die Wahrheit. Wer sie an einem fernen Ort sucht, ist wie ein Fisch, der außerhalb des Wassers etwas zu finden erhofft.
Daehaeng Kunsunim, Zen-Meisterin aus Korea

 

Der Duft von Brot
Ein Bäcker, der sein Leben lang Brot für sein Dorf gebacken hatte und für dessen Brötchen die Leute von weit her gekommen waren, war auf der Suche nach einem Nachfolger, denn er wollte sich zur Ruhe setzen. Da er keinen Sohn hatte, überlegte er, wer sein Geschäft übernehmen und in würdiger Weise fortführen könnte.
Er ließ im ganzen Dorf die Nachricht verbreiten, dass er jemand sucht, der gerne Brot backe und dieses Handwerk lernen wollte. In den nächsten Tagen stellten sich vier junge Männer bei ihm vor, doch er konnte sich nicht so recht entscheiden. Daher bat er seine Frau um Rat. Sie ließ alle Vier der Reihe nach zu sich in die Backstube kommen und fragte: „Warum möchtest du Bäcker werden?“ Der Erste antwortete: „Ich stehe gerne früh auf und gehe gerne früh zu Bett. Und ein Bäcker erfährt immer frühzeitig alle Neuigkeiten, die es im Dorf gibt.“ Der Zweite kam herein und antwortete auf die Frage: „Ich habe Frau und Kinder zu ernähren.“ Der Dritte antwortete: „Es ist eine Ehre, für die Menschen im Dorf das Brot zu backen.“ – Als der vierte junge Mann hereinkam, wartete die Frau des Bäckers einen Moment, dann sagte sie: „Den nehmen wir!“ „Warum ausgerechnet ihn, er hat doch noch gar nicht geantwortet?“ fragte der Bäcker. „Als er zur Tür hereinkam, hat er den Duft des Brotes tief in sich eingesogen“, antwortete seine Frau. (Gepostet von Dirk)

 

Gib dich selbst an andere.
Übergib dich dem Leben.
Gib es auf, alles verstehen zu wollen.
Gib dich nur ganz einfach.
Shan Tao (205-283,  einer der “Sieben chinesischen Weisen”)

 

Im alten buddhistischen oder taoistischen Sinn dem Weg zu folgen heißt,
mit Herz und Verstand vorzugehen und Augen und Ohren offenzuhalten.
Wir gehen nicht nur den Weg, sondern schaffen ihn auch.
Lewis Richmond, in: Arbeit und Spiritualität

 

Der Grund, warum der Augenblick des Todes
so machtvolle Möglichkeiten bietet,
liegt darin, dass zu diesem Zeitpunkt
die grundlegende Natur des Geistes,
die Grund-Lichtheit oder das Klare Licht,
ganz von selbst strahlend manifest wird.
Wenn wir in diesem kritischen Moment
fähig sind, die Grund-Lichtheit zu erkennen,
so versichern uns die Lehren,
erlangen wir Befreiung.
Sogyal Rinpoche,
Das tibetische Buch vom Leben und vom Sterben

 

Wir können zu unserer grundlegenden Güte,
die unser Geburtsrecht ist, erwachen.
Pema Chödrön, Nonne in tibetischer Tradition
und buddhistische Lehrerin

 

Alle Zweifel verschwinden, wenn der Zweifelnde
und seine Quelle gefunden sind.
Es nützt nichts, einen Zweifel nach dem anderen zu beseitigen.
Haben wir einen besiegt, taucht schon der nächste auf,
und die Zweifel nehmen kein Ende.
Wenn man aber die Quelle des Zweifelnden sucht,
findet man, dass er gar nicht existiert,
und dann sind alle Zweifel verschwunden.
Ramana Maharshi, indischer spiritueller Lehrer
aus “Sei, was du bist!”

 

Siehst du einen Riesen,
so prüfe den Stand der Sonne
und gib Acht,
ob es nicht der Schatten eines Zwerges ist.
Friedrich Nietzsche

 

Wir müssen unser Leben ohne Idealisierung,
ohne Übertreibung oder Sentimentalität untersuchen.
Reflektieren unsere Entscheidungen unsere tiefsten Werte?
Jack Kornfield, Theravada-Buddhist

 

Im alten buddhistischen oder taoistischen Sinn dem Weg zu folgen heißt,
mit Herz und Verstand vorzugehen und Augen und Ohren offenzuhalten.
Wir gehen nicht nur den Weg, sondern schaffen ihn auch.
Lewis Richmond, “Arbeit und Spiritualität”

 

Das, was du heute denkst, wirst du morgen sein.
Buddha Shakyamuni